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Nora Winter und der Beobachter

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Kapitel 1 – Zwischen den Regalen

Der Regen prasselte gegen die Fenster der alten Stadtbibliothek, während Nora Winter zwischen den hohen Regalen saß. Sie liebte diesen Ort. Die Ruhe. Den Geruch alter Bücher.

Dann hörte sie ein Geräusch.

Ein Rascheln.

Obwohl niemand in ihrer Nähe war.

Kapitel 2 – Die Gestalt

Als Nora aufsah, stand am Ende des Ganges eine dunkle Gestalt.

Regungslos.

Beobachtend.

Ein kalter Schauer lief ihr über den Rücken.

Kapitel 3 – Die Verfolgung

Neugierig folgte Nora der Gestalt zwischen den Regalen.

Jedes Mal, wenn sie glaubte, sie erreicht zu haben, verschwand sie wieder.

Kapitel 4 – Das Ende des Ganges

Schließlich erreicht Nora das Ende des langen Ganges.

Dort war niemand.

Die Gestalt war spurlos verschwunden.

Kapitel 5 – Der Fremde im Bus

Auf dem Heimweg entdeckte Nora dieselbe Gestalt im Linienbus.

Diesmal war sie sich sicher.

Der Fremde existierte.

Kapitel 6 – Die andere Straßenseite

Vor ihrem Wohnhaus stand die Gestalt erneut.

Still.

Regungslos.

Als würde sie auf Nora warten.

Kapitel 7 – Spurlos

Nora betrat ihr Haus.

Als sie noch einmal hinausblickte, war die Gestalt verschwunden.

Kapitel 8 – Die Recherche

In ihrer Küche begann Nora zu recherchieren.

Stundenlang.

Bis sie schließlich auf eine Legende stieß.

Kapitel 9 – Das alte Foto

Auf einer alten Webseite fand sie ein Schwarz-Weiß-Foto.

Darauf war dieselbe Gestalt zu sehen.

Das Bild war über siebzig Jahre alt.

Kapitel 10 – Das Wohnhaus

Beim genaueren Hinsehen entdeckt Nora etwas Erschreckendes.

Im Hintergrund befindet sich ihr eigenes Wohnhaus.

Dasselbe Gebäude.

Jahrzehnte früher.

Kapitel 11 – Schritte im Flur

Mitten in der Nacht hört Nora Schritte vor ihrer Wohnung.

Langsam nähert sie sich der Tür.

Durch den Türspion erkennt sie niemanden

Vor ihrer Tür liegt ein altes Buch.

Der Einband ist beschädigt.

Der Titel lautet:

„Die Beobachter zwischen den Welten“

Kapitel 12 – Die Zeichnungen

In dem Buch befinden sich unzählige Zeichnungen der Gestalt.

Daneben stehen Warnungen.

Und Berichte über Menschen, die ihr begegnet sind.

Kapitel 13 – Margarete Falk

Am nächsten Morgen kehrt Nora zur Bibliothek zurück.

Als die Bibliothekarin Margarete Falk das Buch sieht, wird sie blass.

Offenbar kennt sie es.

Kapitel 14 – Das geheime Archiv

Margarete führt Nora in einen verborgenen Bereich unter der Bibliothek.

Dort lagern jahrhundertealte Akten.

Alle handeln von derselben Gestalt.

Kapitel 15 – Die Akten der Vermissten

Im geheimen Archiv zeigt Margarete Falk Nora mehrere vergilbte Fallakten. Die Berichte stammen aus verschiedenen Jahrzehnten. Auf den ersten Blick haben die Fälle nichts gemeinsam.

Doch dann erkennt Nora ein Muster.

Immer kurz vor dem Verschwinden der Personen wurde dieselbe dunkle Gestalt gesehen.

Während Margarete die Dokumente erklärt, wird Nora klar, dass die Geschichten viel älter sind, als sie zunächst vermutet hatte.

Kapitel 16 – Das Foto der Gegenwart

Zwischen den Dokumenten entdeckt Nora ein aktuelles Foto.

Darauf steht sie selbst.

Neben der Gestalt.

Das Bild wurde erst vor wenigen Tagen aufgenommen.

Während sie das Foto näher betrachtet, entdeckt sie auf der Rückseite eine handschriftliche Notiz:

„Wenn du ihn siehst, ist es bereits zu spät. Folge ihm nicht – aber ignoriere ihn auch nicht.“

Daneben befindet sich ein Datum: Morgen.

Kapitel 17 – Die Akte Winter

In einer versiegelten Akte entdeckte Nora Bilder aus ihrer Kindheit.

Auf jedem Bild war die Gestalt im Hintergrund.

Kapitel 18 – Corvin

In einer alten Kammer trat die Gestalt erstmals ins Licht.

„Mein Name ist Corvin.“

Zum ersten Mal sprach sie.

Corvin erklärte, dass er einer der letzten Beobachter sei.

Wächter zwischen den Welten.

Beschützer jener Menschen, die in Gefahr waren.

Kapitel 19 – Der Sammler

Tief im Archiv führt Margarete Nora in einen abgeschlossenen Raum.

Die Wände sind mit Zeichnungen, Notizen und alten Berichten bedeckt.

Im Zentrum hängt ein großes Bild.

Darauf ist eine monströse Kreatur mit zahlreichen Armen zu sehen.

Über der Zeichnung steht nur ein Name:

DER SAMMLER

Margarete erklärt, dass dieses Wesen seit Jahrhunderten Menschen verschwinden lässt.

Corvin habe sein gesamtes Dasein damit verbracht, ihn aufzuhalten.

Nora betrachtet die Zeichnung lange.

Zum ersten Mal spürt sie echte Angst.

Denn sie erkennt etwas in den Augen der Kreatur.

Sie blicken direkt zu ihr.

Kapitel 20 – Das Überwachungsvideo

In den Archiven befindet sich eine alte Videokassette.

Auf dem Video sieht man eine Frau aus den 1980er-Jahren, die ebenfalls vom Wesen verfolgt wurde.

Kurz bevor das Band endet, blickt die Frau direkt in die Kamera und sagt:

„Der Beobachter versucht uns zu warnen.“

Die Aufnahme bestätigte Corvins Geschichte.

Kapitel 21 – Die Warnung

Später führte Corvin Nora hinaus auf die Straße.

Unter einer Laterne blieb er stehen.

Dann deutete er hinter sie.

Kapitel 22 – Der Sammler erscheint

Als Nora sich umdrehte, sah sie ihn.

Eine gewaltige Kreatur aus Schatten.

Den Sammler.

Kapitel 23 – Der Dimensionsriss

Plötzlich öffnet sich im Archiv ein schwarzer Riss.

Die Wände erbeben.

Aus der Dunkelheit tritt der Sammler hervor.

Größer und schrecklicher als jede Zeichnung.

Kapitel 24 – Die Flucht

Gemeinsam mit Margarete flieht Nora durch die alten Tunnel unter der Bibliothek.

Der Sammler verfolgt sie.

Seine langen Arme greifen aus den Schatten.

Kapitel 25 – Das Portal

Am Ende der Tunnel erreichten sie ein uraltes Portal.

Es war der einzige Weg, den Sammler aufzuhalten.

Kapitel 26 – Der Wächter

Corvin stellte sich zwischen Nora und den Sammler.

Zum ersten Mal wirkte er nicht wie ein Monster.

Sondern wie ein Held.

Während sich das Portal schloss, hielt Corvin den Sammler auf.

Licht und Dunkelheit prallten aufeinander.

Dann verschwand alles.

Kapitel 27 – Das letzte Foto

Monate später kehrte Nora ins Archiv zurück.

Dort fand sie ein neues Foto.

Es zeigte sie vor der Bibliothek.

Im Hintergrund stand Corvin.

Durch das Fenster fiel warmes Sonnenlicht.

Nora lächelte.

Vielleicht hatte Corvin überlebt.

Vielleicht wachte er noch immer über sie.

Und zum ersten Mal seit ihrer Begegnung empfand sie keine Angst mehr.

Ende.

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