Langsam ging er die knarrende Treppe hinauf.
Im Schlafzimmer stand ein alter Spiegel. Zerkratzt. Blind. Und davor – eine Gestalt.
„Polizei! Hände hoch!“
Die Person drehte sich langsam um.
Es war eine Frau. Blass. Verängstigt.
„Er ist hier…“, flüsterte sie.
„Wer?“
Sie zeigte auf den Spiegel.
Weber zögerte. Dann trat er näher.
Im Spiegel sah er… nichts.
Nur sich selbst.
Und plötzlich – eine Bewegung hinter ihm.
Er drehte sich um, doch da war niemand.
Als er wieder in den Spiegel blickte, gefror ihm das Blut.
Denn jetzt war dort jemand.
Ein Mann. Direkt hinter ihm.
Lächelnd.
Am nächsten Morgen fand man Kommissar Weber im Schlafzimmer des Hauses. Allein. Keine Spuren eines Kampfes.
Nur ein alter Spiegel.
Und ein Telefon, das leise klingelte.