Kapitel 1: Ein grausamer Fund
Es war ein regnerischer Abend in Berlin-Kreuzberg, als die Leitstelle einen Notruf erhielt. In einem kleinen Dönerladen war ein Mann zusammengebrochen. Als die Kriminalhauptkommissare Markus Meier und Sarah Bundschuh den Tatort erreichten, bot sich ihnen ein schreckliches Bild.
Mitten auf dem Boden des Ladens lag der Besitzer Kemal Yilmaz. Der 48-Jährige war tot. Eine einzelne Schusswunde in der Brust ließ keinen Zweifel daran, dass es sich um Mord handelte.
Während die Spurensicherung ihre Arbeit aufnahm, bemerkte Sarah die nervösen Blicke eines Mitarbeiters.
„Hat Ihr Chef Probleme gehabt?“, fragte sie.
Der junge Mann zögerte.
„In letzter Zeit kamen immer wieder Männer vorbei. Sie wollten Geld.“
Markus und Sarah wechselten einen Blick.
Der Fall begann gerade erst.
Kapitel 2: Vor dem Laden
Kurze Zeit später wurde Kemal Yilmaz aus dem Geschäft gebracht.
Während Spurensicherer den Tatort untersuchten, standen Markus und Sarah schweigend vor dem Laden.
„Wer auch immer das getan hat, wollte eine Botschaft senden“, sagte Markus.
Die Ermittler fanden Überwachungskameras in der Umgebung und mehrere Zeugen bestätigten später, dass kurz vor der Tat ein unbekannter Mann den Laden betreten hatte.
Doch sein Gesicht war nicht zu erkennen.
Kapitel 3: Die Polizeiakte
Am nächsten Morgen saßen die beiden Kommissare im Polizeipräsidium.
Sarah blätterte durch die Ermittlungsakte.
Mehrere Hinweise deuteten auf Schutzgelderpressung hin.
Kemal hatte hohe Geldsummen von seinem Konto abgehoben.
Außerdem gab es ältere Anzeigen wegen Bedrohung und Sachbeschädigung.
Dann entdeckte Sarah einen Namen.
Thomas Krüger.
Ein Kleinkrimineller, der bereits mehrfach wegen Erpressung aufgefallen war.
Kapitel 4: Unterwegs zur Spur
Während Markus den Wagen durch Berlin steuerte, studierte Sarah weiterhin die Akte.
Ein neuer Hinweis war eingegangen.
In den Unterlagen fanden sich Verbindungen zwischen Thomas Krüger und mehreren Kneipen entlang der Spree.
„Vielleicht kennt ihn jemand“, sagte Sarah.
Markus nickte.
„Dann fangen wir dort an.“
Kapitel 5: Die Wohnung des Opfers
Bevor sie den Verdächtigen aufsuchten, durchsuchten die Ermittler die Wohnung von Kemal Yilmaz.
Dort fanden sie schließlich den entscheidenden Hinweis.
Zwischen Rechnungen und privaten Dokumenten lag ein Brief.
Darin befand sich eine Drohung.
Letzte Warnung. Zahlung bis Freitag.
Außerdem fanden sie eine handschriftliche Notiz mit dem Namen einer Kneipe in Friedrichshain.
Kapitel 6: Der Kneipenbesitzer
Die Spur führte Markus und Sarah zu einer alten Kneipe.
Der Besitzer Uwe Richter erinnerte sich sofort an Thomas Krüger.
„Der kommt hier öfter vorbei“, erzählte er.
„Aber der ist nicht der Kopf der Sache. Er sammelt nur Geld ein.“
„Für wen?“, fragte Sarah.
Der Wirt zögerte.
„Keine Ahnung. Aber Krüger trifft sich regelmäßig in einer alten Lagerhalle an der Spree.“
Jetzt hatten die Ermittler eine neue Spur.
Kapitel 7: Der Verdächtige
Die Adresse führte zu einer Berliner Altbauwohnung.
Als die Tür aufging, stand ihnen ein ungepflegter Mann Mitte vierzig gegenüber.
Thomas Krüger.
Er wirkte überrascht, die Polizei zu sehen.
Während der Befragung stritt er alles ab.
„Ich kenne keinen Kemal Yilmaz.“
Doch Sarah bemerkte sofort seine Nervosität.
Seine Hände zitterten.
Schweißperlen liefen über seine Stirn.
Als die Kommissare gingen, war Markus überzeugt.
„Der Mann lügt.“
Doch Beweise hatten sie noch keine.
Kapitel 8: Der Komplize in der Lagerhalle
Mit einem Durchsuchungsbeschluss rückte die Polizei noch am nächsten Tag zur verlassenen Lagerhalle an der Spree aus.
Markus Meier und Sarah Bundschuh betraten gemeinsam mit mehreren Beamten das Gebäude.
Im Inneren fanden sie zahlreiche Beweise.
Auf einem alten Tisch lagen Listen mit Schutzgeldzahlungen, Namen von Geschäftsinhabern und handschriftliche Notizen. Außerdem entdeckten die Ermittler mehrere Mobiltelefone sowie die Tatwaffe, mit der Kemal Yilmaz erschossen worden war.
Während die Spurensicherung die Funde dokumentierte, hörten die Beamten plötzlich Schritte.
Ein Mann betrat die Halle.
Markus erkannte sofort, dass es sich nicht um Thomas Krüger handelte. Dieser Mann war jünger, kräftiger gebaut und offensichtlich überrascht, die Polizei vorzufinden.
Noch bevor er fliehen konnte, wurde er von zwei Uniformierten überwältigt und festgenommen.
Bei den anschließenden Vernehmungen stellte sich heraus, dass der Festgenommene ein Komplize der Erpressergruppe war. Er verwaltete die Geldzahlungen und nutzte die Lagerhalle als Treffpunkt sowie als Versteck für Unterlagen und Waffen.
Unter dem Druck der sichergestellten Beweise begann er schließlich zu reden.
Dabei belastete er auch Thomas Krüger schwer.
Die Aussagen des Komplizen, die gefundenen Unterlagen und die Tatwaffe reichten aus, um einen Haftbefehl gegen Krüger zu erwirken.
Noch am selben Abend wurde Thomas Krüger in seiner Wohnung festgenommen.
Die Ermittlungen ergaben schließlich, dass Krüger den tödlichen Schuss auf Kemal Yilmaz abgegeben hatte, nachdem dieser sich geweigert hatte, weiterhin Schutzgeld zu zahlen.
Als Markus und Sarah später die Lagerhalle verließen, fiel das warme Licht der Nachmittagssonne durch die hohen Fenster des Gebäudes. Nach Tagen voller Ermittlungen war der Fall endlich gelöst.
Der Mörder würde sich vor Gericht verantworten müssen.
Sein Komplize ebenfalls.
Und die Spur, die im Dönerladen begonnen hatte, endete schließlich in einer verlassenen Lagerhalle an der Spree.
